Der Haingraben

Der Haingraben war wichtiger Bestandteil der Stadtbefestigung. Wälle und Gräben wurden angelegt, um die Stadt mit ihren Vorstädten und die Burg nach allen Seiten hin abzusichern. Der Haingraben zog sich als Befestigungsring um Münzenberg. 

An den Böschungen und auf den Wällen wurden Schutzhecken, so genannte Haine, angelegt, die sich im Laufe der Jahre zu einem undurchdringlichen Gestrüpp entwickelten. Die Setzlinge wurden in den ersten Jahren in regelmäßigen zeitlichen Abständen ineinandergeflochten („gebückt“), sodass sie eine dichte Schutzhecke bildeten. Diese Schutzhecken wurden als „Gebück“ bezeichnet. Die Gräben, die oftmals Wasser führten, bildeten ein weiteres Hindernis für mögliche Angreifer.

Eine wirkungsvolle Verteidigung einer Stadt umfasste somit auch die Anlage von Gräben und Wällen.