| Der Ziehbrunnen neben der Spitalkirche | |
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Trinkwasser war und ist ein unverzichtbares, teures Gut. Frisches Trinkwasser konnte man nur aus Brunnen schöpfen. Das Anlegen eines Brunnens war außerordentlich schwierig und beschwerlich, da ein Schacht bis zum Grundwasser gegraben werden musste. Mit Hilfe von Eimern wurde das Wasser aus der Tiefe geholt. |
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Das Sauberhalten des Brunnens war natürlich ganz besonders wichtig und wurde streng überwacht. Wer den Brunnen verunreinigte, sich darin zum Beispiel die Hände oder Füße wusch, wurde mit einer harten Strafe belegt. |
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Der Ziehbrunnen vor dem Hospital ist der letzte seiner Art in Münzenberg. Genau so sahen die Schöpfbrunnen aus: Sie hatten eine Rolle, eine Kette und einen Doppeleimer. Der Brunnen ist aus Sandstein gemacht. Er weist eine Besonderheit auf. Die Schleifspuren auf der Seite sollen keine Auswaschungen vom Regen sein, sondern von den Bauern und Handwerker stammen, die an dieser Stelle ihre Beile wetzten, damit sie wieder die nötige Schärfe erhielten. |